Gartenweg_27-06-2013_RNZ

Es rumpelt und kracht

Ein Zeit lang tat sich gar nichts, dann ein bisschen was. Seit dieser Woche nun ist wieder richtig „Betrieb“ an der Großbaustelle in Mosbachs Zentrum, am Gartenwegareal. Parallel wird derzeit an mehreren Stellen an der Vorbereitung für das 20-Mio-Projekt „Quartier an der Bachmühle“ gearbeitet.

Im östlichen Bereich des 6000 Quadratmeter großen Areals sind die Spezialisten von „Uysal Abbruch“ mit den beiden verbliebenen Gebäuden auf dem Baufeld, respektive deren Beseitigung, beschäftigt. Entlang des Gartenwegs kümmern sich die Männer von „Schuler-Bau“ gleichzeitig um die Verlegung der 20 000-Volt-Stromleitung. Seit gestern künden nun zudem die frisch gelieferten Container der Entwicklungsgesellschaft „Epa“ und die ersten großen Bohrgeräte vom baldigen Beginn der Tiefbaumaßnahmen für die Parkgarage und das eigentliche Quartier.

Gartenweg_27-06-2013_RNZ

Während die am Rand des Areals aufgestellt wurden, lief in dessen Mitte eine erste große Baubesprechung. „Dabei wurde der weitere Ablauf abgestimmt“, berichtet Steffen Epp, der bei der Stadt für die Großbaustelle zuständig ist. So sei genau zu planen, wie die Herstellung der sogenannten Bohrpfahlwände und die Abfuhr der dabei anfallenden Erd- und Gesteinsmassen möglichst reibungsfrei koordiniert werden können. Die mächtigen Bohrpfahlwände, welche die Firmengruppe „Gollwitzer“ entlang des Baufeldrandes in den Untergrund treiben wird, sollen für eine wasserdichte Wanne am Gartenweg sorgen. „Wenn die Pfähle alle drin sind, wird mit dem eigentlichen Aushub der ehemaligen Parkfläche begonnen“. Der soll dann über eine Rampe in Richtung B 27 abgefahren werden. Was zuvor anfällt, muss allerdings über den Gartenweg transportiert werden. Das sei zwar der weitaus geringere Teil, so Epp, auf „20 bis 25 Lkw-Ladungen am Tag“ schätzt er das Aufkommen aber gleichwohl.

An- und abfahrenden Lastern wird man also – zumindest vorübergehend – am Gartenweg und Oberen Graben ebenso regelmäßig und häufig begegnen. Bis dahin sind immerhin die Männer vomKanalbauundAbriss wieder weg. Bis Ende dieser Woche soll laut Steffen Epp die Verlegung des Starkstromkabels erledigt sein (ab Montag also der Parkstreifen wieder nutzbar), bis Ende nächster Woche der Abriss der Gebäudereste auf dem Baufeld. „Die anfallenden Materialien müssen sauber getrennt werden“, erklärt Rainer Baumgart von Uysal Abbruch derweil, warum die Abrissarbeiten nicht von heute auf morgen zu erledigen sind. Obwohl man aufgrund technischer Probleme ein wenig in Verzug ist, will man der Vorgabe entsprechend fertig werden.

Auch neben dem Baufeld hat sich indes etwas getan: Manch aufmerksamem Beobachter wird das unnatürliche Weiß an den Rotbuchen auf dem Grundstück der Familie Kolb aufgefallen sein. Die unlängst zurückgeschnittenen Baumriesen sollen offenbar mit einem Schutzanstrich an Stamm und Ästen vor (zuviel) Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 27.06.2013, Heiko Schattauer

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